Chronik - Saengerbund

Über
130 Jahre Chorgesang
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Chronik
Chronik:

Im Jahre  1885 gab es in der hiesigen Kranken- und Sterbelade eine Gesangabteilung, die 14 Sänger zählte. Durch Meinungsverschiedenheiten sagte sich die Gesangabteilung von der Sterbekasse los und bildete im Jahre 1887 einen Gesangverein für sich.

Der Name "Sängerbund" wurde ihm nach einem früheren, im Vereinslokal zu Grunde gegangenen Verein gegeben. Als erster Dirigent wurde Heinrich Lange, der auch die vorgenannte Gesangabteilung leitete, gewählt. Da dieser aber bald aus gesundheitlichen Gründen die musikalische Leitung niederlegte, übernahm bis zum Jahre 1896  Herr Wilhelm Eggermann die Dirigentschaft.

Der Name "Sängerbund" wurde ihm nach einem früheren, im Vereinslokal zu Grunde gegangenen Verein gegeben. Als erster Dirigent wurde Heinrich Lange, der auch die vorgenannte Gesangabteilung leitete, gewählt. Da dieser aber bald aus gesundheitlichen Gründen die musikalische Leitung niederlegte, übernahm bis zum Jahre 1896  Herr Wilhelm Eggermann die Dirigentschaft.

In den nun verflossenen Jahren war der Verein auf ca. 30 Sänger herangewachsen. Die Zahl der Fördermitglieder konnte zu der Zeit mit 32 verzeichnet
werden. Durch Liebe zum Gesang und Interesse am Verein war es der Wunsch eines jeden Sängers, einen anderen, leistungsfähigeren Dirigenten zu suchen. Zu dieser Zeit wollte der "Sängerbund" bekunden, dass er keinem Verein nachstand. Er bemühte sich daher um den Essener Gesanglehrer Gustav Meyer. Mit ihm wurde  1896 der erste Gesangwettstreit in Hattingen besucht.
Der Verein ersang sich in der 4. Klasse den 2. Klassenpreis sowie den 2. Ehrenpreis und kehrte mit diesem Erfolg in seine Gemeinde zurück. Unmittelbar nach diesem 1. Wettstreit übernahm der damalige Überruhrer Bürgermeister Heider das Amt des 1. Ehrenvorsitzenden. Nicht zuletzt dieser im Ort bekannten Persönlichkeit war es wohl zu verdanken, dass das Interesse am Gesang immer mehr wuchs.

Zum 10-jährigen Vereinsbestehen entschloss man sich damals, ein Wettsingen zu besuchen und zwar in Lütgendortmund. Aus alten Vereinschroniken ist zu ersehen, dass hier unter "sehr scharfer Konkurrenz" zu singen war. Doch durch diesen Umstand angespornt, erreichte der Chor in der 3. Klasse

den 3. Klassenpreis,
den 1. Ehrenpreis,
den 1. Hauptehrenpreis.

In den nachfolgenden Jahren besuchte der MGV "Sängerbund" immer wieder Gesangwettstreite. Wir möchten an dieser Stelle aber nur noch chronologisch aufführen:

·         1889 Münster                   3. Klasse              3. Klassenpreis und 2. Ehrenpreis
·         1902 Hagen                      2. und 4. Klasse    4. Klassenpreis und 2. Ehrenpreis
·         1904 Mülheim - Saarn      3. Klasse               3. Klassenpreis und 3. Ehrenpreis    

Erstaunlich war, dass der Chor unmittelbar nach jedem Wettstreit nach neuen Chorleitern Ausschau halten musste, da diese, aus heute nicht mehr nachzuvollziehenden Gründen, den Verein verließen.

Nach eben diesen vielen Dirigentenwechsel übernahm der seinerzeit bekannte Steeler Arnold Schmiedel im Jahre 1907  die musikalische Leitung.

Da Bürgermeister Heider von Überruhr wegzog, übernahm Gutsbesitzer Heinrich Rahman das Amt des Ehrenvorsitzenden. Im Jahre 1912 sollte das 25-jährige Vereinsbestehen ursprünglich mit einem Gesangwettstreit verbunden werden. Der hohen Kosten wegen verzichtete man darauf, und es blieb bei einem Festkonzert mit der Kapelle des seinerzeit bekannten "Infanterie Regiments Nr. 159" Mülheim/Ruhr.

Der 1. Weltkrieg von  1914 - 1918 zwang den Verein zur Unterbrechung seiner gemeinsamen Ziele. Doch schon  1919 wurde der Chorbetrieb wieder voll aufgenommen, da sich den älteren Sängern junge Männer und Kriegsheimkehrer angeschlossen hatten. Ein geregeltes Vereinsleben konnte sich indes, in Hinsicht auf die schon beginnende Inflationszeit, noch nicht ganz entwickeln.
Doch nach einem Konzert am 20. Juni 1920 konnte der Chor seinen ursprünglichen Stellenwert behaupten.

1928 wurde abermals ein Gesangwettstreit besucht, und zwar in Wuppertal - Cronenberg. Der musikalische Erfolg war sehr gut, der Verein aber innerlich, durch unterschiedliche Auffassungen von Vereinsleben und -führung, zerstritten und fast seinem Ende nahe.

Hätten damals nicht Idealisten, vornehmlich junge Sänger, große Opfer gebracht, wäre die Auflösung des Vereins nicht mehr aufzuhalten gewesen. Seit dieser Zeit ist die Teilnahme des MGV "Sängerbund" an einem Gesangwettstreit kein Thema mehr. Ruhe kehrte in das Vereinsleben zurück, und mit 34 Sängern wurde in die Zukunft geblickt.

Die Jahre 1930 - 1932 mit über 7 Millionen Erwerbslosen wurden wieder schwer. Trotzdem konnte durch Mitarbeit aller Vereinsmitglieder im Jahre 1932 ein großes Festkonzert veranstaltet werden.

3 Ereignisse bildeten hierzu den Anlass:
25-jähriges Dirigentenjubiläum des Herrn Arnold Schmiedel,
45-jähriges Bestehen des MGV "Sängerbund, die Weihe der neuen Vereinsfahne



       
(Original Vereinsfahne des MGV aus handbesticktem, schwarzem Samt. Die helle Seiden-Rückseite wurde im Jahr 1997 aufwendig und kostenintensiv restauriert)

Die Machtübernahme der NSDAP 1933 bescherte dem Verein wieder eine Zeit der Kämpfe um seinen Fortbestand, die wiederum durch Ausdauer und Besonnenheit der meisten Mitglieder erfolgreich beendet werden konnten.


Im Jubiläumsjahr 1937 wurde dann ein Fest gefeiert, das über ganz Überruhr und Umgebung zu seinem großen Erlebnis wurde. Unter Mitwirkung der "Reiterkapelle Paderborn" war der   MGV "Sängerbund" 1887 Essen - Überruhr bei seinem Jubiläumskonzert zum 50. Geburtstag in aller Munde.

Doch eben diese 50 Jahre friedvollen Strebens sollten bald der Vergangenheit angehören, denn das Jahr 1939 brachte für ganz Deutschland eine fürchterliche Wende:

Es begann der II. Weltkrieg.
In den Kriegsjahren wurden viele Sänger des Chores einberufen, so dass sich nur noch einige Chormitglieder im kleinen Kreis zu gemeinsamen Singen trafen. Gesundheitliche Gründe zwangen den Dirigenten, Herrn Arnold Schmiedel,  1940, nach 32-jähriger Tätigkeit im Verein, zur Niederlegung seiner musikalischen Aufgaben.
Sein Nachfolger wurde Herr Hans Welper.

Im Jahr  1946 wurde dieser von Herrn Peter Goertz aus Rellinghausen abgelöst.
Schon das 60-jährige Bestehen des Vereins im Jahre 1947, nach den vielen Jahren der Entbehrung, konnte dann bereits mit 60 Sängern bestritten werden, was für den Chor einen großen Aufschwung bedeutete.

Die Aktivitäten des Chores wurden ab jetzt immer größer. Konzerte mit Willi Schneider und Wilhelm Strienz waren ein Beispiel dafür. Da die Jugendhalle gesperrt werden musste, konnten danach derartige Konzerte nicht mehr stattfinden, da Überruhr keinen vergleichbaren Saal mehr hatte.
Es begann die Zeit der Reisen und Fahrten.

1949 Sängerfahrt nach Dillenburg zum MGV "Liederkranz" 1847


1951 Deutsches Sängerbundesfest in Mainz, Sonderkonzert im Pulverturm Mainz. Der Sängerbund hatte vornehmlich Lieder von dem bekannten Komponisten Rudolf Desch auf seinem Konzertprogramm. Es war für alle Sänger eine große Überraschung, nach dem Konzert von Herrn Desch auf der Bühne beglückwünscht zu werden.

1953 Konzertreise nach Frohnhausen/Dillkreis 110 Jahre MGV "Dietzholzgruß"
   
(Festumzug in Frohnhausen/Dillkreis)

1954 Konzertrreise nach Wiesbaden - Hessloch 110 Jahre MGV Hessloch

1956 Deutsches Sängerbundesfest in Stuttgart 58 Sänger erlebten dort große Tage mit vielen unvergesslichen Eindrücken. Dieses Fest war für Peter Goertz auch zugleich der Abschluss einer mehr als
40-jährigen Dirigententätigkeit.

1957 Konzertreise nach Dillenburg 110 Jahre MGV "Liederkranz" 1847

1958 8-tägige Konzertreise zum Sängerbundesfest in Österreich mit einem Sonderkonzert im Mozartsaal Wien, Konzerten in Salzburg und Innsbruck sowie einem Abstecher zum Groß-Glockner.

1960 Sängerfahrt ins Bergische Land

1961 Konzertreise in Gemeinschaft mit dem MGV "Sängerbund" Essen - Werden nach Bad Oldesloe, Bad Segeberg, Lübeck, Travemünde und Hamburg

1962 Die Stadt Essen war der Ausrichter des Deutschen Sängerbundesfestes. Es verstand sich von selbst, dass sich der MGV "Sängerbund" an diesem Fest ins seiner Heimatstadt beteiligte.
Mit der Chorgemeinschaft Bohner von ca. 200 Sängern und dem Westfälischen Sinfonieorchester in der Stärke von 60 Musikern gab der Chor ein Sonderkonzert der Gruppe A in der Grugahalle mit großem Erfolg.


Unmittelbar nach dem Sängerbundesfest mussten die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 75 Jahre MGV "Sängerbund" beginnen. Zusammen mit dem MGV "Sängerbund" Essen - Werden, dem Sinfonieorchester "Philharmonica - Hungaria" (90 Musiker) und der Altistin Renate Kaulen wurde dieses Konzert im Essener Saalbau aufgeführt. Es  war ein großer Erfolg für Chor und Orchester. In den folgenden Jahren wurde diese Chorgemeinschaft ein Begriff im In- und Ausland. Die Einladungen zu Konzertreisen mußten sorgfältig ausgearbeitet werden.

Hervorzuheben sind folgende Reisen:
•1963 Konzertreise nach Amsterdam
•1964 Konzertreise nach Berlin
•1965 Sonderkonzert in der Grugahalle
•1966 Konzertreise nach Ostfriesland
•1968 Konzertreise in den Harz
•1970 Konzertreise nach Kopenhagen
•1971 Konzertreise zu Österreichischen Bundessängerfest nach Wien
•1973 Konzertreise nach Kell im Hunsrück

1974 Konzert - Weltreise nach
Singapur - Malaysia - Australien
(Sydney - Canberra - Melbourne - Adelaide - Loxton - Tanunda - Perth)
     
(Chorftgemeinschaft Bohner)
                                              
Auf dem 3-wöchigen Programm standen  11 Galakonzerte, Kirchenkonzert und 7 Clubabende.

Die Konzerte wurden alle im Australischen Fernsehen übertragen. Die Chorstärke betrug 108 Sänger. Diese Fahrt wurde für alle Teilnehmer ein einmaliges Erlebnis.

1976 Konzertreise Chorgemeinschaft Bohner nach Berlin zum Sängerbundesfest.  Im Jahre 1978 musste sich der Chor nach 22-jähriger harmonischer Chorarbeit, da sich Herr Kapellmeister Bohner nicht mehr zu Verfügung stellte, nach einem anderen Chorleiter umsehen. Nachfolger von Herrn Bohner wurde Musikdirektor Herbert R. Rohde aus Essen.
Das wurde für den Chor eine große Umstellung. Aber auch dies haben die Sänger bravourös überwunden. Somit entstand eine neue Chorgemeinschaft mit folgenden Chören.
• Sängervereinigung" Essen - Frohnhausen
• Quartettverein Loreley" Essen - Kupferdreh
• MGV "Sängerbund" 1887 Essen Überruhr

Diese Chorgemeinschaft hatte ihre Höhepunkte bei den jährlichen Konzerten, besonders aber bei den Weihnachtskonzerten in Frohnhausen, Kupferdreh und Überruhr.

1982 Galakonzert mit René Kollo in der ausverkauften Grugahalle.

1983 Mit der Chorgemeinschaft Rohde wurde eine Langspielplatte unter dem Titel "Ein Lied ist wie eine Brücke" aufgenommen.

1984 Unter dem Thema "Frühling in Überruhr" veranstaltete der MGV "Sängerbund" in Zusammenarbeit mit der Firma Hettlage eine Modenschaz. Mit einigen Chordarbietungen wurde diese vom Verein unterstützt. Die Veranstaltung fand auch in den nächsten Jahren großen Anklang.


1987 stand die Feierlichkeit zum 100. Vereinsbestehen des MGV Sängerbund an. Am 16. Mai des Jahres wurde ein großer Festabend veranstaltet, an dem auch ein langjährig befreundeter Chor, der MGV Diersburg, aus dem Schwarzwald teilnahm. Die Ansprache zum Festakt hielt der damalige Bürgermeister Hans Sobeck, der gleichzeitig Schirmherr über alle Aktivitäten im Jubiläumsjahr war. Die Ehrung der Jubilare übernahm der Sängerkreisvorsitzende Friedrich Scheidtsteger. Gratulationswünsche von Stadt, Rat und Verwaltung sowie der Verbände und Vereinigungen des Stadtteils wurden dem Jubelchor durch Abordnung überbracht. Am Samstag dem 23. Mai, also genau eine Woche später, folgte ein Festkonzert im ausverkauften Bürgerzentrum Überruhr. Unter der Mitwirkung des Streichquartetts "Musikfreunde Bonn", den Solisten Gerda Schmitt, Sopran, und Edgar Neuber, Baß, sowie des Pianisten Helmuth Gotschalk und dem Gastchor MGV Albshausen 1885 e.V. aus Hessen konnte der "Sängerbund" Überruhr ein anspruchvolles Programm bieten.
Die musikalische Gesamtleitung lag in den Händen des damaligen Wuppertaler Chorleiters Thomas Schwan.


(Konzertreise nach Ungarn)

Am darauf folgenden Sonntag, dem 24. Mai, beging der Jubelchor sein traditionsreiches Freundschaftssingen, an dem Chöre aus nah und fern teilnahmen.
Mit über 500 Sängerinnen und Sängern war dies ein großes Ereignis für den Verein als auch für den gesamten Stadtteil.

Bei einem Festakt in Steinhagen am 24. Mai 1978 wurde dem MGV "Sängerbund anlässlich seines 100-jährigen Bestehens die Zelterplakette in Bronze, aus der Hand desdamaligen Nordrhein - westfälischen Kulturminister Hans Schwier, verliehen. Nach Abschluss aller Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr blickte der Verein gestärkt in sein neues Jahrhundert.



1988 ging es wieder auf große Konzertreise. Das Ziel der 9-tägigen Fahrt war die Stadt Zirc am Plattensee in Ungarn. Ein Kirchenkonzert in Zirc sowie ein Gemeinschaftskonzert mit dem bekannten ungarischen Paksi - Munkascourus Chor in Paks waren Höhepunkt dieser Chorreise. Ausflüge nach Budapest und in die Pusta blieben unvergessliche Erlebnisse.




1990 - Nach fünfjähriger Tätigkeit im Verein kündigte Chorleiter Thomas Schwan seinen Vertrag. Nach kurzer Suche übernahm Chorleiter Hans Börgartz aus Mülheim / Ruhr die Leitung des Chores.

Bei einem Vereinsausflug nach Rummenohl bei Hagen nahm der Chor eine Einladung des MGV "Deutsche Eiche" Rummenohl 1892 entgegen, da dieser im Jahre 1992 sein 100-jähriges Bestehen feierte.
Der MGV "Sängerbund" nahm diese Einladung dankend an und versprach wiederzukommen.

Im gleichen Jahr machte sich der Vorstand daran, die obligate Jahresabschlussfeier, die alljährlich im Vereinslokal stattfand, umzugestalten. Der Vorschlag, ein "Weihnachtskonzert mit anschließender Jahresabschlussfeier" zu veranstalten, wurde mit großer Zustimmung aller Vereinsmitglieder angenommen. Im gut besuchten Saal des Kurt Schumacher - Zentrums wurde dies ein voller Erfolg und wird seitdem in jedem Jahr praktiziert.

1991 fand seit langer Zeit wieder ein gemeinsames Konzert der beiden Überruhrer Männerchöre, MGV "Germania" und MGV "Sängerbund", statt. Dieses Frühlingskonzert war ausschlaggebend für die nachfolgend gute Zusammenarbeit beider Vereine.

Im September des Jahres ging es wieder auf Reise, und zwar nach Stadtlohn im westlichen Münsterland. Der MGV "Sängerbund" begeisterte die Zuhörer, als dieser bei einem Gottesdienst in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Dom "St. Otger" sang.
Kaum wieder in Überruhr angekommen, wurde ein neues Projekt in Angriff genommen.
Das "Herbstfest beim Sängerbund", so der offizielle Titel, sollte eine neue Art von Veranstaltung werden, mit der der Chor an die Öffentlichkeit ging. Unter dem Motto "VON UNS, FÜR SIE" gestaltete der Verein einen unterhaltsamen Abend im Pfarrsaal St. Maria Heimsuchung in Überruhr - Hinsel, der geprägt war durch die Mitwirkung aller Sängerfrauen und Sänger. Gesang, Tanz und Unterhaltung sowie die Wahl einer Rosenkönigin bildeten das Programm, das in den nachfolgenden Jahren an Attraktivität noch zunahm.

Rosenkönigin von 1991 bis  2009

1991 Anneliese Holzapfel
1992 Maria Lorey
1993 Irmgard Rusniak
1994 Hannelore Pollerhoff
1995 Inge Göke
1996/97 Margret Beetz
1998 Hetty Spengler
1999 Maria Müller
2000 Doris Langenfeld
2001 Ilona Hülsmann
2002 Helga Wciurka
2003 Wilma Zalmann
2004 Hildegard Kaufeld
2005 Evi Dubbert
2006 Kerstin Eversen
2008 Gerda Gerlach

Auf der Jahresabschlussfeier im Dezember 1991 wurde zum erstenmal die "Sängerbundplakette" verliehen.  Diese soll eine Auszeichnung für Mitmenschen sein, die sich für den Verein und seine Mitglieder besonders einsetzen.

Das Jahr  1992 begann mit einem Frühlingskonzert im Pfarrsaal St. Maria Heimsuchung unter dem Motto: "Ein Strauß bunter Melodien" Am 24. und 25. Oktober des gleichen Jahres folgte der "Sängerbund" der schon zwei Jahre zuvor ausgesprochenen Einladung des MGV "Deutsche Eiche" Rummenohl 1892 und besuchte den Jubelchor zwei Tage lang. Höhepunkt war das Freundschaftssingen in der Örtlichen Jugendhalle, an dem zahlreiche Gesangvereine teilnahmen und jeden Auftritt zu einem Erlebnis machten.
Der MGV "Sängerbund" erfreute den gastgebenden Verein mit der gesanglichen Teilnahme an beiden Tagen.

1993 - Nach 12-jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender legte Willi Platte dieses Amt nieder. Als sein Nachfolger wurde Kurt Peters jun. bestimmt, der bis dahin das Amt des 2. Vorsitzenden bekleidete.
Bei einer Festveranstaltung zum 95. Vereinsbestehen des MGV "Germania" sang der MGV "Sängerbund" einige Lieder und bedankte sich somit für die freundliche Einladung.

Im Oktober des gleichen Jahres fand das 3. Herbstfest beim "Sängerbund" statt, zu dem auf Wunsch der Mitglieder ein Gastverein eingeladen wurde. Der Gegenbesuch des MGV "Deutsche Eiche" Rummenohl, als erster Gastchor beim Herbstfest, wurde groß gefeiert. Der Wunsch nach freundschaftlicher Zusammenarbeit unter den Vereinen sollte zu einer festen Einrichtung werden.

Gastchöre beim Herbstfest:

1993 MGV "Deutsche Eiche" 1892 Rummenohl
1994 "Sängervereinigung Freundschaft" 1879 Essen - Kray
1995 MGV "Cäcilia" 1850 Essen - Kupferdreh
1996 "Sängervereinigung Frohnhausen" 1868/71
1998 Gemischter Chor 1874 Essen - Überruhr
1999 Berolina - Chorensemble Köpenick e.V.
2002  Essener Ruhrlerchen
2003 GV "Eintracht" Höxter - Ovenhausen
2004  Steeler Damenchor "Froher Klang" 1982
2005  Berolina - Chorensemble Köpenick e.V.
2006 MGV "Cäcilia" 1850 Essen - Kupferdreh

1994 konnte der MGV "Sängerbund" einen neuen leistungsstarken Gastverein kennenlernen. Grund dafür war die Chorreise nach Höxter - Ovenhausen. Zusammen mit dem GV "Eintracht" Ovenhausen gestaltete der MGV "Sängerbund" einen Gottesdienst sowie einen Festabend im Vereinslokal des einheimischen Chores. Wichtiger Bestandteil dieser Vereinsreise war der Besuch des Schloss Corvey zu Höxter. Bei einer Führung gelangte der Chor auch in die große Abteikirche, in der er bei großartiger Akustik das "Sanctus" aus der "Deutschen Messe" von Franz Schubert zu Gehör brachte. Mit der Gewissheit, gute Freunde gewonnen zu haben, trat der Verein die Heimreise an.

Das Jahr 1995 begann mit einem Dirigentenwechsel, da Chordirektor Hans Börgarts nicht wiedergewählt wurde. Chorleiter Raimund Limpinsel wurde als neuer musikalischer Leiter verpflichtet.

Nach über 40-jähriger Vorstandstätigkeit gab Karl Dietz das Amt des 1. Geschäftsführer an den Sangesbruder Roland Britz ab, der bis dahin als Schriftführer tätig war.
Als Dank und Anerkennung für seine geleistete Arbeit im Verein wurde Karl Dietz im selben Jahr zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Weiterhin steht er dem Verein und dem Vorstand mit Rat und Tat zur Seite.

In Zusammenarbeit mit der "Sängervereinigung Frohnhausen" 1868/71 sang der MGV "Sängerbund" bei einem Festkonzert im Essener Saalbau, aus Anlass des 65-jährigen Bestehen des Sängerkreises Essen, und bildete mit über achtzig Sängerinnen und Sängern den Abschluss des dreistündigen Festaktes.

Das Jahr  1996 war ein ebenfalls ereignisreiches Vereinsjahr, wenngleich nur die Reise nach Norden-Norddeich aufgegriffen werden soll. Am 13. September des Jahres starteten über siebzig Vereinsmitglieder nach Ostfriesland. Auf dem Programm standen eine Stadtführung, ein großer Festsabend mit dem über zweihundert Jahre alten "Singverein" sowie ein Wohltätigkeitskonzert im AWO - Zentrum der Stadt Norden. Ausflüge nach Gretsiel und zur Seehundaufzuchtsstation in Norddeich rundeten diese Fahrt ab. Diese Chorreise wird dem Verein noch lange in Erinnerung bleiben.

1997 konnte der "Sängerbund" dann sein 110-jähriges bestehen feiern. Am 26. April wurde durch unseren 1. Vorsitzenden Kurt Peters jun. die große Fotoausstellung "Von null auf 110, der Sängerbund von gestern bis heute" in der Aula des Überruhrer - Gymnasiums eröffnet. Bei einigen Tanz und Folkloreauftritten konnte man sich unter anderem auch an einem reichhaltigen Kuchenbuffet stärken.

Im "Kurt Schumacher Zentrum" konnte man den Festabend mit einigen Jubilarehrungen und Dankesworten für 110 Jahre Kulturarbeit in Überruhr feiern.
Am Sonntag den 27. April stand alles unter dem Motto "Tag der Lieder beim Sängerbund".
Hierzu konnten wir neben dem Spielmannszug Essen - Nord dann über 400 Sängerinnen und Sänger aus 12 Chören begrüßen. Besonders freuten wir uns über den Besuch unserer Freunde des
GV "Eintracht" Ovenhausen aus Höxter. Durch diese große Anzahl an Chören konnten sich unsere Zuschauer auf ein 4-stündiges musikalisches Konzertprogramm freuen.

Ein weiteres Highlight in diesem Jahr war dann noch die Chorreise nach Italien vom 11. - 17. Oktober. Diese machten wir zusammen  mit dem MGV "Germania" 1898, als Chorgemeinschaft Essen - Überruhr. Unser Quartier bezogen wir an dem herrlichen Gardasee. Bei dieser 6-tägigen Fahrt besuchten wir unter anderem Venedig, Verona. Dabei ließen wir es uns natürlich nicht nehmen in der Kirche "San Zeno" sowie in der "Arena di Verona" einige Lieder erklingen zu lassen. An einem Abend trafen wir dann noch auf den ortsansässigen Chor "La Rocca".
Es war eine wunderbare Reise.

1998 musste unser Chorleiter Raimund Limpinsel die Leitung unseres Chores leider aus beruflichen Gründen niederlegen. Die musikalische Leitung wurde daraufhin an Herrn Georg Wehr übergeben.

1999, am 18. April, konnten wir unter dem Motto "Festival der Chöre" mit unseren Freunden der Sängervereinigung 1879 Essen - Kray, deren 120- jähriges Bestehen feiern. Wie auch wir sind zahlreiche Chöre aus nah und fern dieser Einladung gerne gefolgt. Am 26. September kam man dann noch einmal zusammen, um den Festakt zu diesem Jubiläum feiern.

1999…. Noch zu erwähnen wäre der Besuch unserer Berliner Freunde bei uns in Essen.


Das Jahr 2000 wurde hauptsächlich durch die Chorreise vom 25. August bis 2. September nach Österreich geprägt.

Von den vielen Erlebnissen haben sich wohl der Besuch in Innsbruck und Salzburg sowie der Liederabend in Maria Alm ins Gedächtnis eingeprägt. Doch auch die traditionellen, wiederkehrenden Programmpunkte des Vereins wie die gemeinsam mit dem Diletantenverein Wohltun Byfang durchgeführte Karnevalssitzung, das Sommerfest der Werbegemeinschaft Überruhr, an dem wir uns mit einem Weinstand beteiligt haben sowie Sommer- und Herbstfest aber auch die Jahresabschlussfeier trugen zum Vereinsleben bei.


Im darauf folgenden Jahr 2001 gelang es die im Jahr 1997 zufällig begonnene Chorfreundschaft mit dem
BEROLINA-Chorensemble Köpenick mit einem Besuch in Berlin zu vertiefen.Dank der guten Organisation auch unserer Freunde aus Köpenick wurde diese Chorreise für alle zu einem echten Erlebnis, es wurden drei wunderschöne Tage mit einem Programm, das für jeden Geschmack einiges bot und ständig die Herzlichkeit der Freundschaft zwischen beiden Chören spüren ließ.
Zu den anderen Veranstaltungen in diesem Jahr gehörten traditionell der Karneval, das Herbstfest mit den Essener Ruhlerchen als Gastchor sowie die Weihnachts- und Jahresabschlussfeier mit dem Steeler Kinder- und Jugendchor.

Das Jahr 2002 wurde geprägt von kleinen Veränderungen: die Karnevalsveranstaltung fand erstmals im Stephanus Gemeindezentrum statt, die traditionelle Vatertagstour wurde durch einen Familientag ersetzt, zum Jahr des 115-jährigen Bestehens wurde beim Herbstfest feste gefeiert und erstmals gab zum Jahresausklang ein reines Weihnachtskonzert in der Kirche St. Maria Heimsuchung, mit anschließender Jahresabschlussfeier.

2003 konnte unser 1. Vorsitzender Kurt Peters jun. aufgrund beruflicher Verpflichtungen sein Amt nicht länger ausfüllen.
Ein Nachfolger wurde mit Heinz Tenbusch, zuvor 2. Vorsitzender, schnell gefunden.

In diesem Jahr gab es ein Wiedersehen mit den Berliner Freunden während der Chorreise in den Harz. Man traf sich um diese schöne Zeit gemeinsam zu verbringen.
Und es gelang den 'roten Faden' dieser Chorfreundschaft zu verlängern. Die Auftritte zur Neueröffnung des Ladenzentrums in Überruhr und bei der Jahresabschlussfeier der AWO in Werden sind hier neben den vereinseigenen Traditionsveranstaltungen unseres harmonischen Vereinslebens noch zu erwähnen.



2004 begann mit der Ausrichtung der Jahreshauptversammlung des Sängerkeis Essen durch unseren Verein. Im Rahmen der Chorreise nahm der Verein an den Feierlichkeiten des Männerchor des Gesangvereins Eintracht Ovenhausen teil.

2005 wurde überschattet vom Tode des langjährigen Vorsitzenden und Ehrenmitglied Willi Platte. Positiv zu erwähnen ist der Auftritt beim Chorfest 'Come together' anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Sängerkreises Essen, und das durchgeführte Chorseminar in Haminkeln.
Ein weiters Kapitel im Buch der Freundschaft zu den Berlinern wurde beschrieben mit ihrem Besuch in Essen rund um das Herbstfest des MGV. Ein Wochenende voller Eintracht und Freude mit einer Fahrt im historischen Zug durch das Ruhrgebiet und dem gemeinsamen Konzert in der Stephanus Kirche ließ die Tage wie im Flug vergehen.
Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr bildete das gemeinsam mit dem MGV Cäcilia 1850 Kupferdreh und dem Kirchenchor der GemeindeSt. Mariä Geburt gestaltete Adventkonzert in der dortigen Kirche.






2007 feierte der Chor sein 120-jähriges Jubiläum. Hervorzuheben ist hierbei besonders das Festkonzert "Zauber der Musik". Hierzu konnten wir unter anderem den bekannten Tenor Stefan Lex gewinnen.
   

(Stefan Lex gemeinsam mit Beatrice Bachmann)

2008 Das Jahr wurde musikalisch bestimmt von unserer Veranstaltung „Musical Night“ sowie der Chorreise nach Berlin-Köpenick.

Ab April übernahm Norbert Bunse die Chorleitung, nachdem wir uns zum Jahresende von Georg Wehr nach 10-jähriger Zusammenarbeit verabschiedet hatten.

2009 Herausragende Veranstaltung war die 3. Kulturwoche Überruhr. Die Rolle des Veranstalters lag nunmehr bei der Überruhrer Bürgerschaft, aber den musikalischen Veranstaltungsteil bestritt wieder der Sängerbund. Schon das Auftaktkonzert, garniert mit auf der Bühne gespielten Sketchen, war ein großer Publikumserfolg.
Musikalische Gäste waren die Chorgemeinschaft EBO sowie die Jungtalente Annika Peters und Deborah Oladeji. Den Abschluss der mehrtägigen Veranstaltung bildete das 3. Chor- und Musikfestival Ruhrhalbinsel mit 22 Chören und Musikgruppen.



2010 Mit einer Chorreise nach Hamburg verbinden sich nicht nur Erinnerungen an gelungene Konzerte, sondern auch viele schöne Erlebnisse. Mit dem gastgebenden Chor „Inseldeerns“ wurde spontan
Freundschaft geschlossen, die in der Zusage gipfelte, uns zu unserm 125-jährigen Jubiläum zu besuchen.

 


(Eine wirklich herzliche Angelegenheit)

Im Übrigen bestimmten die Veranstaltungen des Kulturhauptstadtjahres mit dem Höhepunkt des „Day Of Song“ den Jahresablauf.

2011 Es zeigte sich, dass sich unsere Mitwirkung beim Steeler Weinfest allmählich zu einer Tradition entwickelt. Begünstigt vom Wettergott, wurde es wieder ein großes, vom Publikum begeistert aufgenommenes Fest. Ein weiterer öffentlicher Auftritt war die Mitwirkung beim Zechenfest auf Zollverein.
Ansonsten liefen, von kleineren, vereinsinternen Festen abgesehen, die Planungen für das Jubiläumsjahr 2012 auf Hochtouren.

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